Viel Wind oder Flaute: Was taugen Windkraftanlagen für’s eigene Zuhause?

Spätestens seit erneuerbare Energien gefördert werden, denken viele über alternative Möglichkeiten der Energiegewinnung nach. Solar- und Photovoltaikanlagen sind längst schon normal auf deutschen Dächern. Doch wie sieht es mit der Windenergie aus? Lohnt sich die Anschaffung einer Kleinwindkraftanlage?

Windkraftenergie für EigenheimbesitzerBild: Windkraftanlagen für zuhause gibt es in vielen Variationen. Horizontal, vertikal oder, wie hier, eine Windturbine. Bildquelle: Worldpics – 86844532 / Shutterstock.com

Brauchwasser erwärmen, die Heizung unterstützen, Öl oder Gas sparen: Das sind die Beweggründe für viele Häuslebauer und Nachrüster, über eine Windkraftanlage im eigenen Zuhause nachzudenken. Wind bläst immer. Je nach Region stärker oder schwächer. Das Faszinierende: Anders als bei Solaranlagen, sieht man, wie der Wind etwas antreibt. Das Auge erkennt, dass Strom gewonnen wird. Das macht Windenergie für den heimischen Garten oder das Dach so interessant. Doch es gibt einige Punkte zu beachten, wenn Sie schon bald eigenen Strom erzeugen wollen:

  • Prüfen Sie erst die Windverhältnisse! Wenn Sie viele Gebäude in direkter Nähe haben, können diese den Wind ausbremsen. Die Anschaffung eines Windrades lohnt sich dann nicht.
  • Bauamt und Nachbarn informieren! Während Solaranlagen keine Genehmigung benötigen, muss eine Windkraftanlage sehr wohl abgesegnet sein. Auch die Nachbarn sollten informiert werden. Sonst droht Ärger.
  • Sollte die Anlage auf dem Dach stehen? Auf Dächern herrschen häufig turbulente Windverhältnisse. Außerdem kann sich der Schall ins Haus übertragen, was als störend empfunden werden kann. Daher raten Experten, die Kleinwindkraftanlage auf einem bodenständigen Mast zu installieren.

Wieviel Energie steckt im Wind?

Der deutsche Physiker Albert Betz hat schon 1920 nachgewiesen, dass durch Verzögerung der Luftmasse die Leistung des Windes genutzt werden kann. Bis zu 60 Prozent Energiegewinnung war also möglich. Heutzutage stecken in vielen Windkraftanalgen aber Getriebe, Lager, Riemen usw. Das alles schluckt ebenfalls Energie, sodass Kleinwindkraftanlagen mittlerweile bei einer Energieausbeute von etwa 30 Prozent angesiedelt sein dürften. Wie groß oder klein Ihre eigene Windkraftanlage sein muss, um Ihre Bedürfnisse abzudecken, das können Sie bei Aerocatcher Kleinwindkraft nachrechnen.

Horizontal oder vertikal?

Bei horizontalen Anlagen drehen sich die Rotoren um eine liegende Achse. Sie bringen am meisten Leistung, wenn sie optimal auf den Wind ausgerichtet sind, also direkt im Wind stehen. Sie richten sich je nach Windrichtung selbst aus. Vertikale Windräder drehen sich dagegen um eine aufrechte Achse. Egal aus welcher Richtung der Wind weht – sie drehen sich weiter. Sie laufen ruhiger und erzeugen kaum Vibrationen. Aber sie sind auch weniger ergiebig, als ihre horizontalen Verwandten.

Bildquelle: Worldpics – 86844532 / Shutterstock.com

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